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Dauer des Verbraucherinsolvenzverfahrens

Die Dauer des Verbraucherinsolvenzverfahrens kann abhängig davon, wie hoch die monatlichen Raten ausfallen, die Sie aufgrund Ihrer finanziellen Situation in der Lage zu leisten imstande sind, zwischen etwas mehr als drei und maximal etwas über sechs Jahren variieren.


Diese Dauer setzt sich zur Zeit noch (siehe dazu weiter unten) wie folgt zusammen:


  • Vorbereitungsphase: Vor der Einreichung des Antrags auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens müssen zunächst einmal verschiedene Dinge erledigt werden wie Erstberatung, Kontaktaufnahme mit allen Gläubigern, aktuelle Forderungsaufstellung, Erstellung eines Schuldenbereinigungsplans, Durchführung des außergerichtlichen Versuchs der Schuldenbereinigung sowie Ausarbeitung und Einreichung der Anträge auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens, auf Stundung der Verfahrenskosten und auf Erteilung der Restschuldbefreiung beim zuständigen Amtsgericht. Wenn wir alle nötigen Informationen von Ihnen schnellstmöglich zur Verfügung gestellt bekommen und alle Gläubiger ihrer gesetzlichen Informationspflicht zeitnah nachkommen, kann diese Vorbereitungsphase vor Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens nach etwa vier bis sechs Wochen beendet sein.
  • Eröffnung des Insolvenzverfahrens: Nach Einreichung des Antrags auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens liegt es nun beim zuständigen Gericht das Verfahren zu eröffnen. Dies geschieht im besten Fall nach etwa zwei Wochen, kann sich aber unter Umständen auch noch um mehrere Wochen verzögern etwa wenn das zuständige Gericht beschließt, vor Eröffnung noch erfolglos den gerichtlichen Versuch der Schuldenbereinigung durchzuführen.
  • Durchführung des gerichtlichen Verbraucherinsolvenzverfahrens: Ab Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens durch das zuständige Gericht dauert es maximal sechs Jahre bis Ihnen die Restschuldbefreiung erteilt wird. Selbst wenn das Verbraucherinsolvenzverfahren nach Ablauf dieser sechs Jahre noch nicht beendet sein sollte, wird Ihnen mit Ablauf von sechs Jahren nach Eröffnung die Restschuldbefreiung erteilt. Unter bestimmten Umständen können Sie die Dauer bis zur Restschuldbefreiung auch verkürzen. So können Sie die Restschuldbefreiung nach nur drei Jahren erlangen, wenn es Ihnen gelingt in dieser Zeit mindestens 35 % Ihrer Schulden und die Verfahrenskosten zu begleichen. Auf fünf Jahre können Sie die Zeit bis zur Restschuldbefreiung verkürzen, wenn Sie bis dahin die Verfahrenskosten von etwa 2.000 - 2.500 € (Gerichtskosten und Vergütung des Insolvenzverwalters bei keinem oder nur sehr geringem pfändbaren Einkommen) bezahlt haben.                                                                                                                                                                                


Neue Gesetzeslage: Nach einem Gesetzesentwurf des Bundesministeriums der Justiz soll die Dauer des förmlichen Insolvenzverfahrens bis zur Restschuldbefreiung in Zukunft von derzeit im Regelfall sechs Jahren auf maximal drei Jahre verkürzt werden. Auf die Erfüllung der oben genannten Voraussetzungen wie die Begleichung der Verfahrenskosten soll dabei gänzlich verzichtet werden. Im Konkreten bedeutet das für Sie, dass Sie, wenn Sie ab sofort bis spätestens zum 16. Juli 2022 in die Privatinsolvenz gehen, die Restschuldbefreiung spätestens am am 17. Juli 2025 erteilt bekommen. Erst ab dem 18. Juli 2022 verschiebt sich die Frist wieder nach hinten, läuft dann aber nur noch über drei Jahre.


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Wir führen weiterhin persönliche Beratungen auch telefonisch oder über Videokonferenzen durch!